Vier Jahre Förderung der sozialen Inklusion von Geflüchteten – Die professionelle Arbeit und die Erfolge von Dévai Fogadó

Seit 2022 hat die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Budapest-Józsefváros durch den Betrieb des Flüchtlingsgemeinschaftszentrums Dévai Fogadó umfassende fachliche Erfahrung in den Bereichen Flüchtlingsschutz und sozioökonomische Integration aufgebaut. Zwischen 2022 und 2025 haben wir mehrere UNHCR Project Work Plans erfolgreich umgesetzt. Unsere Programme wurden außerdem von der Stadt Budapest, der Budapester Sozialstiftung/UNICEF, der ELCA sowie dem EWR- und Norwegischen Zivilgesellschaftsfonds unterstützt. Dies belegt unsere Umsetzungserfahrung und unsere Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit institutionellen Förderpartnern.

Unser Dienstleistungsmodell verbindet einen breit zugänglichen, niedrigschwelligen Zugang mit gezielter, bedarfs- und vulnerabilitätsorientierter Integrationsunterstützung. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte Dévai Fogadó 2.453 Flüchtlingsfamilien mit insgesamt 6.698 Personen; 1.847 Familien wurden für eine strukturiertere Unterstützung registriert. Familien können Unterstützung zur Deckung grundlegender Bedürfnisse, Informationen und Gemeinschaftsprogramme in Anspruch nehmen, ohne in ein längerfristiges Fallmanagement aufgenommen zu werden. Werden besondere Vulnerabilitäten oder komplexe Integrationshindernisse festgestellt, bieten wir individuelle Sozialberatung, Fallmanagement sowie die Vermittlung an spezialisierte oder reguläre öffentliche Dienste an.

Die individuelle Sozialberatung bildet den Kern unserer fachlichen Arbeit: Im ersten Halbjahr 2026 erhielten 187 Familien mit insgesamt 625 Personen eine solche Unterstützung. Die Fälle betrafen den Zugang zur Gesundheitsversorgung (151), Beschäftigung (86), allgemeine Verwaltungsangelegenheiten (86), Wohnen (80), Kinderschutz (63), Bildung (47) und flüchtlingsbezogene Verfahren (41). Zu den beratenen Personen gehörten Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und Roma-Flüchtlinge, die häufig mit mehreren, sich überschneidenden Barrieren konfrontiert sind. Unser multidisziplinärer Ansatz verbindet daher unmittelbare Unterstützung mit individuellen Integrationswegen, die den Zugang zu Rechten und öffentlichen Dienstleistungen sowie eine größere Selbstständigkeit fördern.

Unsere Programme orientieren sich an den Grundsätzen des Flüchtlingsschutzes sowie am Age, Gender and Diversity (AGD) Approach. Von den 6.698 erreichten Personen waren 1.808 Kinder, 2.545 Personen 60 Jahre oder älter und 4.553 Frauen. Ergänzende Integrationsangebote umfassten Ungarischkurse für 190 und Englischkurse für 84 Teilnehmende sowie den Play and Learning Hub, MHPSS- und Gemeinschaftsprogramme. Wir arbeiten mit Kommunen, öffentlichen Einrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und spezialisierten Dienstleistern im Rahmen von Weitervermittlungen und Fallkonferenzen zusammen.

Die Umsetzung wird durch qualifizierte Mitarbeitende, etablierte Finanz- und Verwaltungssysteme sowie Richtlinien zu Kinderschutz, PSEA, Ethik, Betrugsprävention, Beschwerde- und Untersuchungsverfahren, Personalgewinnung, Beschaffung und Datenschutz gewährleistet. Unsere Mitarbeitenden werden regelmäßig zu diesen Standards geschult. Die Kombination aus breiter gesellschaftlicher Reichweite, individuellem Fallmanagement, institutionellen Partnerschaften und verantwortungsvoller, transparenter Organisationsführung bildet eine solide operative Grundlage für unseren Beitrag zur Umsetzung der UNHCR-Strategie 2027–2030.

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Dévai Fogadó
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